Mittwoch, 9. Mai 2012

Komischer Monat Mai - un mois de mai bizarre...

Eigentlich sollte der Monat Mai der sonnigste und heißeste Monat in Äthiopien sein, der noch einmal eine Unterbrechung zwischen den zwei Regenzeiten ist (die Miniregenzeit bis Ende April und dann die heftige ab Juni/Juli). Aber jetzt gab es seit einer Woche keinen Tag, an dem kein starker Regenschauer vom Himmel kam...schade! Ich hoffe nur darauf, dass sich das noch ein wenig bessert - im Moment trage ich einfach immer einen Regenschirm und mein Regencape mit mir herum :) 

A la base, le mois de mai devrait être le mois le plus ensoleillé et le plus chaud de toute l'année, une interruption entre les deux saisons de pluies (la petite saison de pluie jusqu'à fin avril et puis la grande à partir du mois de juin/juillet). Mais depuis une semaine, il n'y avait pas de journée où il ne pleuvait pas au moins une fois de manière très forte...dommage! J'espère seulement que cela va changer encore - en ce moment j'ai tout simplement toujours un parapluie et un poncho imperméable sur moi :)


Buskontakte

Der Public Transport ist zwar manchmal nervig, aber doch auch immer wieder interessant: erstens werde ich mir ständig wieder bewusst, dass die meisten Leute hier wirklich hilfsbereit sind. Und zweitens quatsche ich meine Sitznachbarn manchmal an. So habe ich mich gestern mit einem 16-jährigen Somalier unterhalten. Was der hier macht? Er sucht nach "freedom", denn in Somalia ist überall nur "fight". Allerdings möchte er wieder nach Somalia zurück, weil er hier aufgrund der Sprache nicht zur Schule gehen kann. Spannend!

Le transport public est souvent embêtant, mais quand même souvent intéressant: tout d'abord je me rends compte que la plupart des gens sont vraiment "serviable" (?). Et deuxièmement je ne peux pas m'empêcher de commencer à discuter avec mes voisins. Du coup, hier j'ai parlé avec un gars de 16 ans qui vient de Somalie. Ce qu'il fait ici? Il cherche le "freedom" car en Somalie, il n'y a que du "fight". Il veut tout de même retourner dans son pays (seulement son père y est encore) car ici, il ne peut pas aller à l'école pour des raisons linguistiques. Intéressant! 

Dienstag, 8. Mai 2012

Der Löwe, Symbol von Addis

Die Addis Ababa University, ein sehr schöner Campus!

Awassa





Bootstour

Bienenkorbförmige Häuser des Volkes der Sidama, aus Bambusrohren

Anscheinend die durchschnittliche Behausung eines Äthiopiers


Die Reisegruppe - le groupe de voyage

Ferienstimmung!


Nilpferdherde

Piazza in Awassa


frischer Fisch...

kuschelnde Nilpferde...calin des hippos :)


Bericht vom 6.5.

Äthiopien ist ein spontanes Land – das Wochenende war ich wieder im Süden, in Awassa. Amira hat mich sehr spontan am Freitag gefragt, ob ich mit will. Wir sind zu dreizehnt in einem Bus losgefahren und haben einfach ein entspanntes Wochenende gehabt. Awassa ist eine normale Stadt, nichts Besonderes, aber am See gelegen! So konnten wir wieder bei einer Bootstour und Spaziergängen entspannen. Und für mich war es nett, um neue Leute kennenzulernen. Morgen geht es aber wieder mit der Arbeit los!

L’Ethiopie est un pays très spontané – ce week-end je suis encore allée dans le sud, à Awassa. Amira m’a demandé de manière très spontanée le vendredi soir, si je voulais partir avec un groupe de 13 personnes, on a eu un week-end plutôt relaxant. Awassa est une ville tout à fait normale, mais tout juste à côté d’un lac ! On a pu profiter du coup d’un tour sur le lac, des promenades autour, au soleil. Et c’était sympa pour moi de faire la connaissance avec d’autres gens. Mais demain, le travail recommence pour moi ! 

Glaube in Äthiopien


Bericht vom 2.5.

Wenn man ein Wort sucht, mit dem man die religiöse Situation in Äthiopien beschreiben möchte, fällt mir nur eins ein: Vielfältigkeit. 40% der Äthiopier sind anscheinend Muslime, 35% äthiopisch-orthodox, 10% protestantisch, und dann gibt es natürlich auch Katholiken und weitere Glaubensrichtungen. Sowohl orthodoxe Kirchen, als auch Moscheen prägen das Bild Addis Ababas.

Letzten Sonntag war ich in einem amerikanisch-protestantischen Gottesdienst in der Beza-Kirche. Der Gottesdienst beginnt um 11:15. Allerdings fängt dann der Pastor nicht an zu reden, erst einmal wird eine Stunde lang Gott gepriesen und ihm gedankt, beim „worship“. Eine Band spielt, ein Gospelchor singt und die Gemeinde gibt sich ganz der Danksagung Gottes hin. Anschließend predigt der Pastor ungefähr eine Stunde lang, ich habe mich wie im Religionsunterricht gefühlt. Gemeinsam liest man die Bibelstelle, anschließend wird sie vom Pastor interpretiert (und zwischendurch wird immer wieder gefragt: „Folgt ihr mir? Versteht ihr, was ich meine?“). Als Zeichen der Zustimmung heben viele häufig die Hand. Anscheinend kommt es auch in dieser Kirche mal vor, dass Gemeindemitglieder zusammenbrechen, weil der Heilige Geist in sie kommt oder sie Jesus zu sehr spüren. Man gibt sich einfach dem Glauben ganz anders hin!

Bisher war ich noch in keinem orthodoxen Gottesdienst. Dort braucht man aber auch nicht gewesen zu sein, um zu sehen, wie dieser Glaube gelebt wird. Sobald man an einer orthodoxen Kirche vorbeifährt (und es gibt viele davon), kreuzigen sich die orthodoxen Äthiopier mehrmals – auch die Busfahrer. Zum Gebet wandert man anscheinend um die Kirche herum und betet vor jeder Tür, küsst die Türpfosten und den Boden. Die Gottesdienste beginnen wohl um 6:30 in der Früh und dauern anscheinend um die drei Stunden. Da das sehr lang ist (und wohl viel im Stehen passiert), kann man sich auf die Gebetsstäbe abstützen.

Natürlich ist das Entdecken anderer Glaubensrichtungen sehr spannend. Trotzdem freue ich mich darauf, diesen Sonntag mit dem Vater von Amanuel (der Schweizer ist) in die deutsche Gemeinde in Addis Ababa zu gehen. Vielleicht finde ich dort sogar eine Jugendgruppe oder ähnliches vor, das wäre schön. Auch wenn mir hier sicher nicht langweilig sein wird…

Si on cherche qu’un seul mot afin de décrire la situation religieuse en Ethiopie, je n’en trouve que celui-ci : une variété. 40% des Ethiopiens sont apparemment musulmans, 35% ethiopien-orthodox, 10% protestants et évidemment il y a également des catholiques et d’autres religions. Aussi bien les églises orthodoxes que les mosquées forment l’image d’Addis Ababa.

Dimanche dernier j’ai assisté à un service américain-protestant dans l’église Beza.  Le service commence à 11h15. Le pasteur ne commence par contre pas à parler à ce moment-là, tout d’abord on adore Dieu pendant une heure environ et on le remercie, pendant le « worship ». Un groupe de musique (batterie, saxo, guitare,…) joue, une chorale de gospel chante et les gens se donnent entièrement au « merci » à Dieu. Ensuite, le pasteur prêche pendant une heure, je me sentais comme dans un cour de catéchisme. On lit ensemble une partie de la bible, et le pasteur l’interprète aussitôt (et demande souvent entre temps : « Vous me suivez ? Vous comprenez ce que je veux dire ? »). Afin de signaliser son accord, les gens lèvent la main. Apparemment ça arrive aussi dans cette église que des gens tombent par terre car l’esprit saint les a pris ou que Jésus leur est tellement proche. Les gens s’adonnent d’une manière très différente à la fois ici !

Pour le moment je n’ai pas encore assisté à un service orthodoxe. Mais on n’a pas besoin d’y avoir été afin de voir comment cette religion est vécue dans le quotidien. Dès que l’on passe à côté d’une église orthodoxe (ce qui arrive souvent car elles sont nombreuses), les Ethiopiens orthodoxes font plusieurs fois la signe de la croix devant eux – également les conducteurs des bus. Afin de prier, on tourne apparemment autour de l’église et prie devant chaque porte, embrasse le jambage et le sol. Le service commence apparemment à 6h30 du matin et dure environ trois heures. Etant donné que c’est très long (et que beaucoup de temps on est debout), on peut s’appuyer à des bâtons de prière.

Evidemment, la découverte d’autres religions est très intéressante. Je suis tout de même contente d’aller ce dimanche avec le père d’Amanuel (qui est suisse) dans l’église allemande à Addis Ababa. Peut-être j’y trouverais même un groupe de jeune ou quelque chose comme ça, ce serait bien. Même si je ne vais certainement pas m’ennuyer ici… 


Mittwoch, 2. Mai 2012

Blick über Addis, vue sur Addis
Blick über Addis, vue sur Addis

Churchill Road

Piazza

Shopping à Piazza

St Georges Cathedral, Piazza

Die dritte Woche startet!


Bericht vom 1. Mai: Meine dritte Woche in Addis hat begonnen: es fühlt sich weder so an, als ob die Zeit rasen würde, noch als ginge sie nicht vorbei. Also genau richtig J.

Anna und Yorck, die zwei Volontäre, die bislang mit mir hier wohnten, sind jetzt beide zurück nach Deutschland gefahren. Mein täglicher Rhythmus hier wird sich wohl daher ein wenig verändern, aber ich habe natürlich auch schon andere Leute kennengelernt und mir Programm gesucht, sodass ich zuversichtlich bin. Am Samstag geht es zum Beispiel mit einer Wandergruppe raus aus Addis, das wird sicher schön.

Heute war ich beim Piazza, neben dem Mercato (anscheinend größter Markt Afrikas) das pulsierende Zentrum von Addis (jedenfalls für alle Einheimischen). Tatsächlich hatte ich den Eindruck, in einer anderen Stadt zu sein. Das Viertel Bole, in dem ich lebe, ist schon sehr „europäisch“ im Vergleich zum Piazza-Viertel. Besonders vor der großen St. George-Cathedral bietet sich einem ein erschreckendes Bild: Bettler strecken einem die Beinstümpfe und Prothesen entgegen und bitten um Geld. Männer im Rollstuhl verkaufen selbstgedrehte Kerzen für die Kirche. Kinder laufen einem hinterher, um Geld zu bekommen. Die Armut ist erdrückend. Selbst am Tag ist Beth, die mit mir zusammen dort war, mit einem Mal umgedreht und meinte, dass die Straße nicht sicher genug sei. Wir waren vielleicht nur anderthalb Stunden dort, aber es war sehr anstrengend.

Da mag man es wieder nicht spannend genug finden, in dem „europäischsten“ Teil von Addis zu leben. Aber letztendlich freut man sich dann doch, wieder in etwas ruhigere Straßen zurückzukehren. Und Teil von Addis ist Bole ja auch! Mein Gemüse und Obst kaufen wir bei kleinen Händlern auf der Straße und um Geld „gebeten“ wird man hier auch. Die Stadt pulsiert einfach wahnsinnig! Überall wird gebaut, ob Straßen oder große Gebäude. In zwei Jahren hat sich das Gesicht von Addis sicher total verändert. Als schön würde ich Addis nicht bezeichnen – aber die Stadt hat etwas so lebendiges, besonderes, das man sich hier für die zwei Monate schon gut begeistern kann!


Impressions du 1er mai: Ma troisième semaine à Addis a maintenant commencé : je n’ai ni l’impression que le temps passe trop vite, ni que rien n’avance. Donc c’est parfait J.

Anna et Yorck, les deux volontaires avec qui je vivais pour le moment, sont tous les deux partis en Allemagne maintenant. Mon quotidien va du coup changer un peu, mais heureusement je me suis déjà fait d’autres contacts et je me suis cherchée du programme, donc je suis confiante. Samedi par exemple, je quitte Addis pour une randonné ce qui va être certainement très sympa.

Aujourd’hui j’ai visité le Piazza, à côté du Mercato (apparemment le marché le plus grand d’Afrique) le centre commercial de Addis (en tout cas pour les locaux). J’avais l’impression d’être dans une autre ville. Le quartier Bole, où je vis, est en effet très « européen » en comparaison du quartier Piazza. En particulier devant la cathédrale St. George on a vu des images choquantes : des mendiants nous montrent leurs jambes coupées et demandent de l’argent. Des hommes dans des fauteuils roulants essaient de vendre des bougies faites par eux-mêmes pour l’église. Des enfants suivent d’une manière très résistante afin d’avoir de l’argent. La pauvreté est frappante. Même en journée, Beth s’est tout à coup arrêtée afin de changer de route car elle disait que le coin était trop dangereux. Nous n’y étions peut-être qu’une heure et demie, mais la visite était fatigante.

Donc on peut penser que ce n’est pas assez intéressant de vivre à Bole, le quartier très « européen ». Mais finalement, on est quand même contente quand on retourne dans des rues un peu plus tranquilles. Et Bole fait quand même partie d’Addis ! J’achète mes fruits et légumes chez des petits marchands, comme le pain (comme d’habitude, le pain acheté dans la rue est bien meilleure que celui acheté dans les boulangeries, comme à Cusco…) et il y a des mendiants également. La ville est tout simplement super vivante ! Partout se trouvent des constructions, des rues ou des bâtiments. Dans deux ans, l’image d’Addis a certainement complètement changé. Je ne dirais pas que la ville est belle – mais elle est tellement vivante, particulière qu’on peut s’y plaire quand même pour deux mois !